About
paho. Zentrum für Papier ist Netzwerk und Werkstatt für Papierkunst. In Workshops geben Künstler:innen ihr Wissen weiter. Werkstattprojekte ermöglichen Austausch und Zusammenarbeit. Ausstellungen präsentieren künstlerische Positionen und Arbeitsergebnisse. Soziokulturelle Vorhaben beziehen die Bevölkerung ein.
paho. Zentrum für Papier wurde 2015 von UTE FÜRSTENBERG gegründet als Plattform für ein inzwischen bundesweites Netzwerk von Papierkünstler:innen und anderen Papierfachleuten. Die Aktivitäten stehen in Bezug zur Patent-Papierfabrik in Hohenofen, der einzigen historischen komplett erhaltenen Produktionslinie für Papier in Deutschland und wohl ganz Nordeuropa. paho versteht sich als Botschafter zum Themenfeld Faser-Stoff-Papier und will so auch auf den Nordwesten des Landes Brandenburg aufmerksam machen – eine Region, die auf eine außergewöhnliche Vielfalt fasererzeugender und -verarbeitender Produktionsstätten zurückblicken kann. paho ist mit Büro-, Arbeits- und Ausstellungsräumen in Großderschau und Hohenofen verortet. Temporär finden Projekte andernorts statt.
NETZWERK

PETRA WALTER-MOLL hat Fotografie und Journalismus studiert und arbeitet als Fotografin und freie Künstlerin. Kunst, Familie und Landleben vereint sie im Schafbockhaus in Gagzow bei Wismar zu einem Ganzen, aus dem sie ihre Werke – Fotos, Bilder und Objekte – schöpft.
paho: Petra ist geistige Mitbegründerin von paho und Kuratorin vieler Projekte: „pappel one“, „Wir haben gut gefeiert“, „Jacke wie Hose. Kleider aus Papier“, „In Betrieb“ und der Sommerakademien „pappel witt“, „Landart 2.0“ und „Hanf und Flachs“. Als Künstlerin war sie an „pappel one“ und „Jacke wie Hose“ beteiligt. Als Fotografin hat sie zahlreiche Projekte dokumentiert. Sie kuratiert treffsicher Künstler:innen und ihr Schaffen in Arbeits- und Ausstellungsprozessen, die künstlerisch beeindrucken und zwischenmenschlich in Erinnerung bleiben. Im Moment arbeitet sie mit im Projekt „HEXE VON S.“.
Papier: Petra filzt und spinnt, zeichnet, malt und collagiert auf und mit Papier. Ihre besondere Liebe gilt dem Hanf als universaler Pflanze, vor allem den Hanffasern für Textil- und Papierarbeiten. Außerdem ist sie eine aufmerksame Beobachterin der Papierkunstszene. | > Website

SEBASTIAN STROMBACH hat ursprünglich Architektur studiert. Heute erzählt er mit Comics die Träume, Visionen und Verrücktheiten der Stadt. Gerade hat er seinen dritten Comicband veröffentlicht: „Jeck. Der Comic zum Kölner Dom“.
paho: Sebastian war an den Projekten „In Betrieb“ und „Wir sind am Zug“ mit komplexen grafischen Arbeiten beteiligt. In diesem Jahr findet sein erster Workshop zum Thema „Perspektive: Zeichnen!“ statt. In Vorbereitung ist eine Edition mit drei Grafiken zur Papierherstellung in Hohenofen.
Papier: Sebastian zeichnet, zeichnet, zeichnet – auf Papier, am liebsten mit Bleistift und Tusche. Dass in der Papierfabrik Hohenofen früher ausgerechnet Transparentzeichenpapier für Architekt:innen hergestellt wurde, fasziniert ihn besonders. Dabei hat er in seinem Architekturstudium gar nichts aufs Papier gebracht, sondern vor allem Pappmodelle aufeinander geleimt und getürmt. Neueste Installationen vereinen seine Comiczeichnungen mit raumgreifenden Papparchitekturen – Spitzbögen und Strebepfeiler, die überwuchert werden von Wasserspeiern, Schmuckwerk und Lisenen. | > Website

FRANZISKA ZÄNKER hat Tischlerin gelernt und Holzgestaltung studiert und arbeitet heute vorwiegend mit Holzwerkstoffen und Papier. Es reizt sie, von den Materialien „Höchstleistungen“ zu fordern und ihnen Unerwartetes und „Unmögliches“ abzuringen. Sie ist fasziniert von der Natur, ihren Dynamiken und Kreisläufen, und entfaltet aus Farben und Motiven ihre eigene Welt.
paho: Die „Muster im Rausch“-Projekte 2021 und 2022 wurden für Franziska zu einem künstlerischen Aha-Erlebnis: Sie entdeckte die Kleisterpapier-Technik für sich. Ihre Papiere fragmentiert sie, setzt sie neu zusammen, formt Bilder und Objekte. Mit dem paho-Wandkalender 2024 – Abbildungen ihrer Buntpapiere, gefaltet als Schlangenleporello – läutete sie das Update des Kalenders als experimentelles Papierprodukt ein. 2023 und 2024 gestaltete sie die PAPIER+LICHT-Installation für die Kirche in Hohenofen. Ihre Wasserzeichen-Serie aus Kupferdraht ist im Shop zu finden.
Papier: „Papier war meine erste Liebe“, sagt Franziska. Papier ist für sie Stoff für Schablonen, Modellbau und Versuchsanordnungen, Gerüst, Vordergrund, Untergrund und – geduldig. Vor allem als Kleisterpapier muss es viel aushalten, wenn sie Schicht für Schicht aufträgt, wieder abschabt, zerkratzt, verwischt …, um mit gewünschter Tiefe und Farbigkeit Geschichten ohne Worte zu erzählen. | > Website